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Geschichte

Vom Kammerorchester IMG zur Aargauer Kantorei AGK

Junge Musiker - Studenten und Mittelschüler - fanden sich im Frühling 1980 in Aarau zusammen, um in einem Kammerorchester unter Leitung ihres Mitstudenten Daniel Schmid vorwiegend barocke Musik zu interpretieren. So begann die spannende Geschichte der I MUSICI GIOVANI.

Für eine Oper-Produktion wurde 1985 ein Chor ins Leben gerufen – dies war die Wiege der heutigen Aargauer Kantorei.

Während der Jahre wandelte sich das anfänglich kleine Ensemble zu einer heute aus dem Kulturleben des Aargaus kaum mehr wegzudenkenden Institution. Es entstanden nach dem Kammerorchester IMG, die Aargauer Kantorei IMG, die Kammeroper IMG und die Jungkantorei IMG.

I MUSICI GIOVANI haben sich von der jungen Schar zu einer grossen Gemeinschaft von Musikfreunden jeglichen Alters entwickelt und freuen sich, am weiteren gemeinsamen Musizieren. Mit Freude und Dankbarkeit dürfen die Initianten auf eine fruchtbare Zeit zurückblicken.

1985-2025: Jubiläum «40 Jahre Aargauer Kantorei»

Im Sommer 1985 führte die damalige Kammeroper I MUSICI GIOVANI von W.A. Mozart «Der Schauspieldirektor» und von J. Benda «Der Dorfjahrmarkt» auf. Für die beiden Opern wurde ein Chor aus dem Umfeld der damaligen Mitglieder des Kammerorchesters IMG gegründet – der Grundstein für die heutige Aargauer Kantorei war gelegt.

Die junge Sängerschar war motiviert, sich Chorwerken aus dem Barock zu widmen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Kirchenmusik in Rupperswil und dem Kammerorchester IMG wuchs der Chor und die noch heute beliebten Advents- und Passionskonzerte wurden von der Kantorei IMG in verschiedenen Regionen des Aargaus aufgeführt.

Damit wurde der Chor zum festen Bestandteil des Aargauer Kulturlebens und entwickelte sich zur Aargauer Kantorei I MUSICI GIOVANI. Je nach Projekt sangen 80 bis 140 Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Kanton mit. Als ab 1995 die Zusammenarbeit mit der Südböhmischen Kammerphilharmonie begann – sie setzte sich durch die Tätigkeit des musikalischen Leiters Daniel Schmid mit dem Philharmonischen Orchesters Budweis fort – nannte sich der Chor fortan Aargauer Kantorei. 

Unvergesslich sind langjährigen Sängerinnen und Sängern die Konzertreisen nach Tschechien mit Bachs «Messe in h-Moll» und der «Matthäus-Passion» sowie mit Händels «Messiah».

Chorsinfonisches Repertoire

Die Aargauer Kantorei erweiterte ihr Repertoire zunehmend. Sie blieb dabei ihrem Credo treu, nebst bekannten vor allem unbekannte chorsinfonische Werke dem Publikum zugänglich zu machen. So wurden Oratorien wie «Die letzten Dinge» und «Des Heilands letzte Stunden» von Louis Spohr einstudiert sowie erstmals im Aargau von Antonín Dvořák, Luigi Cherubini oder Joseph Leopold Eybler deren «Requiem» aufgeführt. Zahlreiche Oratorien von Händel fanden Eingang ins Programm, ebenso wie die Oratorien «L’Enfance du Christ» von Berlioz, «Die Jahreszeiten» von Haydn und kürzlich «Le Laudi» des Aargauer Komponisten Hermann Suter.

Ab 2008 begann die fruchtbare Zusammenarbeit mit La Chapelle Ancienne, dem Aargauer Orchester mit historischen Instrumenten . Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass die Werke mit jenen (historischen) Instrumenten, die zur Zeit ihrer Komposition gespielt wurden, interpretiert werden. Dadurch entsteht immer wieder ein authentisches Klangbild, welches sich auch auf die Singweise des Chors auswirkt.

Advent 2025: Jubiläumskonzerte «40 Jahre Aargauer Kantorei»

2006 erklang erstmals «El Pessebre / Die Krippe» von Pablo Casals (in katalanischer Sprache). Weil das Werk bleibende Eindrücke hinterliess, wurde es 2016 wiederum ins Programm aufgenommen. Casals selbst bezeichnete das Werk als «Friedensoratorium», es endet auch mit dem mehrmaligen Ruf «Pau! / Friede!». So liegt es nahe, dass sich die Aargauer Kantorei für ihr Jubiläumskonzert erneut diesem einmaligen Werk widmet: Es hat nichts an Aktualität eingebüsst!